Der Anker hat gehalten und wir konnten heute Morgen einen schönen Sonnenaufgang erleben, der Taormina über das Meer anstrahlte. Heute ging es mal etwas früher los, da wir bis zum späten Nachmittag wieder zurück in Messina sein wollten. So haben wir unseren Anker eingeholt, der uns dieses mal keine Probleme machte und machten uns auf den Weg an der Küste entlang. Mit einem Ausblick auf diese schöne Szenerie, gab es dann Frühstück auf dem Deck. Was für ein Privileg. Heute hatten wir einen schönen Sonnentag mit etwas Wind, so daß wir auch nach einigen Seemeilen die Segel setzen konnten und mit gemütlichen 3-4 Knoten unseren Weg machten. Kurz vor der Einfahrt zum Hafen von Messina, machten wir wieder die Erfahrung, daß das sonst so glatte Meer auf einmal durch Strömungen mächtig aufgewirbelt wurde. Dieses mal waren wir jedoch darauf vorbereitet. Gegen 17:30 liefen wir im Hafen von Messina ein. Gleich nachdem wir angelegt hatten, wurden noch die Lebensmittelvorräte wieder aufgefüllt, da wir in den kommenden Tagen evtl wenig Möglichkeiten zum Einkauf haben. Es ist geplant nochmals die liparischen Inseln anzusteueren und noch nicht besichtigte, wie z.b. dem Vulkan Stromboli, einen Besuch abzustatten. Dieses mal wohl auch mit mehr Sonne, angenehmeren Temperaturen, jedoch wahrscheinlich mit weniger Wind.
Schlagwort-Archive: Taormina
Von Riposto nach Taormina
Der Tag begann heute mit viel Sonnenschein und einem herrlichen Blick auf die verschneiten Gipfel des Ätna. Nach einem ausgiebigen Frühstück an Deck, machten wir unser Schiff klar zum Auslaufen. Um während des manövrierens im Hafen keinen Ausfall zu erleben, wollten wir unseren Motor vorab bereits eine Zeit laufen lassen. Wir waren perplex, als wir festellten, dass sich die Maschine auf herkömmliche Weise über das vermeintlich defekte Panel im Cokpit starten und stoppen lies. Da war uns klar, dass die Probleme durch die Feuchtigkeit am Vortag entstand und die Sonne gestern wohl das Problem ohne Techniker behoben hat. Naja, jetzt haben wir zumindest noch einen Notschalter für alle Fälle im Motorraum.
Heute war Norbert mit dem Ablegen und dem Ausfahren aus dem Hafen dran. Wir hatten uns heute als Ziel die Bucht vor Taormina gesetzt, in der wir bereits auf unserer Hinfahrt versuchten zu Ankern, es jedoch aufgrund des Schwells nicht Möglich war zu ünernachten. Wir hofften daher heute mehr glück zu haben. Kurz vor Taormina frischte der Wind stark auf, so dass wir die Hoffnung schon aufgeben wollten. Vor Taormina hatte ein grosses Passagierschiff festgemacht, von dem die Passagierer mit Booten an Land gebracht wurden. Wir suchten unseren alten Ankerplatz direkt unter der Altstadt auf und waren positiv überrascht, dass hier der Wind stark nachgelassen hat und auch die Wellen kaum spürbar waren. Wir warfen unseren Anker auf 8 Meter Tiefe und befestigten zuvor noch eine Festmacherleine mit Fender am Anker, da der Untergrund mit Felsen übersäht ist und wir bereits beim letzten mal Schwierigkeiten hatten den Anker zu bergen, da er sich zwischen Felsen verklemmt hatte. Sollte uns das wieder passieren, so haben wir noch die Möglichkeit den Anker über zusätzliche Leine zu lockern – so die Theorie. Nachdem wir eine Weile lagen und es absehbar war dass der Anker hält, haben wir unser Beiboot, das Dingi, mit dem Aussenborder klar gemacht und sind damit zum naheliegenden Strand gefahren. Über einen abenteuerlichen Pfad, der eigentlich für Fussgänger aufgrund von Steinschlag gesperrt war, jedoch auch rege von den Einheimischen genutzt wurde, ging es steil bergauf, in die Altstadt von Taormina. Durch die engen Gassen der Altstadt ging es weiter bis zum Theatro Greco, dem nekannten Amphietheater. Nachdem wir das beeindruckende Bauwerk besichtigt hatten,ging es wieder an den Abstieg und danach zurück auf unser Boot. Mittlerweile hatten alle Hunger und daher wurde in der Bordkombüse heute ein leckerer Schwertfisch zubereitet den wir heute morgen noch in Riposta gekauft hatten. Danach saßen wir noch Deck und genossen den Blick auf das Lichtermeer von Taormina.