My Boating Blog

Der Blog für Segel- und Motorboot Freunde


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Marina Kastella – Törnende erste Woche


Am Tag zuvor war uns der unangenehme Geruch in der Bucht und dem Hafen der Stadt Milna schon unangenehm aufgefallen. Aber als es am Morgen derart durchgehend nach Fäkalien stank, war klar, das wir hier auf keinen Fall frühstücken wollten. Weder auf noch unter Deck. Es ist unfassbar, dass die Abwässer dieses schönen Städtchens nach all den Jahren, noch immer ungeklärt in das Hafenbecken geleitet werden.

So machten wir die Leinen los und verliessen schnell den unangenehm riechenden Liegeplatz. Schon nach einer halben Stunde ankerten wir in einer vorgelagerten Bucht und konnten unbehelligt, von einigen Wespen abgesehen,  frühstücken. Danach machten wir uns auf in Richtung Heimathafen, da wir bis zum Abend unsere Yacht wieder abliefern mussten. Aber bis dahin war noch viel Zeit und steuerten daher eine  schön gelegene Bucht auf der Insel Solta für eine Badestopp an. Unter Segel ging es dann weiter in Richtung Festland. Da wir weiterhin gut in der Zeit lagen, nutzten wir diese um das Mann-über-Bord Manöver unter Segel  zu üben. Selbstverständlich musste kein Crew-Mitglied den Job des Opfers übernehmen, sondern zwei aneinander gebundene Bojen.

Am späten Nachmittag erreichten wir dann wieder unseren Ausgangshafen „Marina Kastella“. Nachdem wir das Boot ordentlich übergeben hatten, wurde noch bei einem Glas Champagner,  das letzte mal auf die schöne Woche und die gemeinsame Zeit angestossen.

Morgen gibt es eine Crew- und Bootswechsel und es beginnt die zweite Woche  des Kroatien Törns….

Vielen Dank an die Crew für diese schöne Segelwoche (Jörg, Julia, Olaf, Frank, Tobi, Norbert)


Quelle: Navionics, 2016


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Milna – Brac


Der  „Plankenwecker“ funktionierte wie jeden Morgen. Gegen 7:30 Uhr sprangen die ersten Crew-Mitglieder auf dem Achterdeck herum, was in den darunterliegenden Kabinen, ein klares Signal zum Aufstehen war. Der Wind hatte über Nacht gedreht und der Wasserstand etwas gefallen, so dass wir nun näher am Ufer lagen. Da hier in der Bucht die Ufer schnell abfallen , war dies aber kein Problem. Nachdem wir das Schiff soweit klar hatten verliessen wir die Bucht von Stonica in Richtung Solta, wo wir vor unserem eigentlichen Ziel Milna, noch einen Badestopp einlegen wollten. Am frühen Nachmittag erreichten wir eine kleine Bucht auf Solta. Als jedoch unser Anker nach zwei Versuchen nicht halten wollte, versuchten wir es in der nächsten Bucht. Hier hatten wir etwas mehr Erfolg und fanden einen ruhigen Liege- und Badeplatz. Nachdem alle Bedürfnisse nach etwas Bewegung und Abkühlung befriedigt waren, machten wir uns auf den Weg nach Milna. Vor der Bucht von Milna stellten wir schnell fest, das wir nicht die einzigen mit diesem Ziel waren. Ettliche Boote lieferten sich regelrechte Rennen um die begehrten Liegeplätze in der Stadt. In Milna gibt es mehrere Hafenbetreiber. Wir fanden gleich einen Liegeplatz in der ersten Marina. Eine halbe Stunde später waren fast alle Plätze belegt. Es lohnt sich daher hier nicht zu spät einzufahren.

Am Abend liefen wir noch in die Stadt und genossen den schönen Sonnenuntergang.

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Quelle: Navionics, 2016


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Von St. Clement nach Brac


Von St. Clement nach Milna – Die Nacht war ruhig. Wir lagen gut vor Anker in unserer Bucht auf St.Clement. Am Abend zuvor hatten sich noch einige andere Boote zu uns gesellt. Das sollte uns noch zum Verhängnis werden. Wir hatten auf unserem iPad zusätzlich zu unserem eingebauten Plotter, eine App zur Ankerüberwachung am Start. Darüberhinaus wurde noch Ankerwache gehalten. Aber es sah ja alles sehr gut aus, der Anker schien zu halten und wir hatten eine ruhige Nacht. Diese war allerdings am morgen kurz vor sieben schlagartig zu Ende, als sich beide Ankerarlarme fast gleichzeitig, lautstark meldeten. Alle saßen senkrecht in den Kojen und ein erster Blick nach draußen offenbarte das Desaster. Wir sind abgetrieben. Aber warum? Das stellte sich allerdings sehr bald heraus. Hatte doch eines der Boote, die noch nach uns geankert hatten, seinen Anker über unseren gelegt. Als dieser am morgen zeitig ablegen wollte, hat er doch netterweise unseren Anker gleich mit gehoben. Aber dank unserer Anker-App und viel Platz in der Bucht, konnte schlimmeres verhindert werden. Allerdings hatten wir nun zwei mißgestimmte Mädels an Bord, die durch die frühzeitige Weckaktion um die Morgentoilette und das Frühstück gebracht wurden. Da die Buchten und auch der Hafen auf St. Clement zum Bersten belegt waren, umfuhren wir St. Clement in Richtung Vinogradisce, wo wir gestern schon einmal versucht hatten, einen Platz zu bekommen. Die See war mittlerweile ziemlich kappelig geworden, mit Windböen bis zu 5-6 Bft, was den Unmut mit knurrenden Mägen noch zusätzlich Auftrieb gab. Erschwert wurde das Ganze, durch die immer noch defekte Refanlage, die das Einholen der Segel direkt am Mast erfordert, was bei diesem Seegang nicht ganz ungefährlich ist. Endlich erreichten wir Vinogradisce und hatten Glück noch einen Ankerplatz zu ergattern. Nun wurde erst mal das verpasste Frühstück nachgeholt. Gestärkt ging es dann nochmal auf die raue See, in Richtung der Insel Brac. Gegen 14:00 Uhr erreichten wir Brac und steuerten die ACI Marina Milna an. Wir hatten Glück so früh am Tag hier einzutreffen und bekamen noch einen Liegeplatz direkt an der Promenade zugewiesen. Schön, nun hieß es auch mal für uns sehen und gesehen werden. Milna hat sich die letzten Jahre wie auch zuvor Maslinica zu einer waren Perle entwickelt. Der Hafen mit seiner Promenade und den kleinen Cafés und Restaurants ist eine Empfehlung wert und wirkt trotz des gut belegten Hafens keineswegs überlaufen. Ein sehr gutes Restaurant befindet sich direkt neben dem Duschen, gegenüber der Promenade (auf der Dachterasse reservieren, schöner Blick über die gesamte Marina). Da wir morgen einen weiteren Geburtstag feiern, haben wir uns entschlossen, einen Ruhetag einzulegen und den Tag morgen hier im Hafen zu verbringen. Idealerweise befindet sich ein Cafe und die Eisdiele nur 5 Meter vom Boot entfernt, was die derzeit 31 Grad erträglich macht.

(hier klicken, um die Route anzuzeigen)

Hafen von MilnaHafen von MilnaHafen von MilnaHafen von Milnar bei Nacht