My Boating Blog

Der Blog für Segel- und Motorboot Freunde


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Bergfest in Lübz


Die Nacht in Lübz war sehr ruhig. Außer einem Kindergartenfest, keinerlei Feiern zum Tag der deutschen Einheit. Für uns heißt es hier in Lübz dennoch „Bergfest“, d.h. das wir uns langsam auf den Weg zurück nach Eldenburg begeben müssen. Daher sollte es heute auf der Müritz-Elde-Wasserstraße wieder zurück nach Plau gehen. Was wir am Morgen noch nicht ahnen konnten, das es heute noch ein spannender Tag werden würde. Wir sind heute wieder etwas früher aufgestanden um noch genügend Zeit zum Frühstücken zu haben. Während sich die Nachbarschaft schon hektisch auf den Weg machte, dampfte bei uns noch der Kaffee auf dem Tisch und die frischen Brötchen vom Bäcker um die Ecke. Nach dem Frühstück machten wir uns ebenfalls auf den Weg und trafen gegen 10 Uhr an der Schleuse Lübz, auf unsere Nachbarschaft, die es auch noch nicht weiter geschafft hatten. Gemeinsam ging es dann durch die Schleuse. Insgesamt waren wir drei größere Boote, sowie noch zwei kleinere. Das sich hier bereits eine Schicksalsgemeinschaft zusammenfand konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Der nette Schleusenwärter gab uns noch den Rat, daß wir an der nächsten Schleuse Bobzin wieder alle zusammen Schleusen sollten, da diese nur eingeschränkt funktioniere. Näheres erfuhren wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Gespannt was uns erwartet machte sich der Bootskorso auf den Weg und erreichten ca 45 Minuten später die Schleuse in Bobzin. Die Ampeln standen auf rot und die Anzeige zeigte an, daß eine Gegenschleusung gerade läuft. So machten wir alle am Wartesteg fest und hofften das es gleich weiter geht. Unsere Hoffnung verflog, als wir mitbekamen, das durch die technischen Probleme der Schleuse, der Vorgang nicht die gewohnten 15-20 Minuten dauert, sondern weit über eine Stunde. So warteten wir bereits eine Stunde bis wir einfahren konnten und waren 1 Stunde und 20 Minuten in der Schleusenkammer, bis wir endlich die Schleuse wieder verlassen konnten. Es blieb also viel Zeit um sich mit den anderen Bootsmannschaften über deren heutige Ziele auszutauschen. Schnell wurde klar, das alle das gleiche Ziel hatten, nämlich noch nach Plau zu kommen. Aufgrund den 2,5 Stunden, die wir durch die Schleuse verloren hatten, war auch jedem schnell bewusst, das dies verdammt knapp werden würde, hatten wir doch noch die zwei Schleusen Barkow und Plau vor uns, sowie die Zugbrücke in Plau. Hart an der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, ging es nun in Richtung Barkow. Vor uns die beiden größeren Boote, hinter uns die beiden kleineren. Auf halber Strecke zeigte sich an unserem Vordermann weißer Rauch, der aus dem Kühlwasserauslaß kam. Sie wurden langsamer und winkten uns vorbei. Eine Entscheidung, die sie noch bereuen würden, aber sie konnten ja in diesem Moment nicht anders. Somit rückten wir auf Position zwei vor. Nach einigen Kilometern setzen dann die beiden kleineren Boote zum überholen an. Das fanden wir nicht so lustig, da wir nicht sicher sein konnten, das wir als vermeintlich letztes Boot durch die Schleuse Barkow kommen. Das wäre dann für uns das aus für das heutige Ziel Plau gewesen. Aber wir gaben nicht auf und so trafen wir alle an der Schleuse Barkow ein. Nach ca 20 Minuten konnten wir alle einfahren. Zum Glück hatten wir alle Platz. Nach kurzer Zeit erreichte auch noch das Boot, das uns überholen lies, die Schleuse und bekam zum Glück auch Platz. Nun waren sie an letzter Stelle und während wir schleusten, machte die Nachricht die Runde, daß die letzte Schleuse in Plau, 10 Meter kürzer sei als diese. Somit war klar, daß es für einen von uns nicht mehr für die Schleuse Plau reichen wird. Das heizte den Ergeiz eines jeden nochmals an und die Rally setzte sich vort, mussten wir doch zur letzten Schleusung für heute um 15:30 an der Schleuse in Plau sein. Auf die Minute genau erreichten wir unser Ziel und konnten kurz darauf in die Schleuse einfahren. Wir konnten noch mit, das nachfolgende Boot, das uns zuvor noch überholen lies, bekam allerdings keinen Platz mehr in der Schleuse. Zum Glück war dies keine dieser anonymen Selbstbedienungsschleusen. Hier tat noch eine Schleusenwärterin ihren Dienst, die wir höflich überredeten doch noch eine Schleusung für das letze Boot durchzuführen. Nach anfänglichem Zögern, gab sie dann doch nach und stimmte zu. So konnten wir gegen 16 Uhr dann doch noch alle zusammen durch die eiserne Zugbrücke von Plau fahren und hatten unser heutiges Ziel doch noch erreicht.
Im Plauer Stadthafen, den wir ja schon zweimal aufgesucht hatten, haben wir uns für die Nacht noch einen freien Liegeplatz ergattert. Was für ein Tag.

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Von Plau nach Lübz


Nachdem wir gestern im südlichen Plauer See unterwegs waren, sollte es heute von Plau auf der Müritz-Elde-Wasserstraße nach Lübz gehen. Da heute vier Schleusen und eine Zugbrücke vor uns lagen, hieß es für unsere Verhältnisse früh aufstehen. So konnten wir mit der ersten Öffnung der Hubbrücke in Plau um 9 Uhr, die Brücke und die anschließende erste Schleuse passieren. Mit uns schleusten noch zwei andere Boote. Anschließend ging es auf dem schmalen, aber idyllischen Kanal durch die schöne Landschaft. Die beiden Boote vor uns, liesen es trotz Geschwindigkeitsbeschränkung gut laufen, da sie es anscheinend eilig hatten. Das war uns aber egal, wollten wir doch die schöne Landschaft und die Ruhe geniesen. Ärgerlich war allerdings, daß sie wohl wissend, daß wir nur wenige Minuten hinter ihnen waren, an der nächsten Schleuse die Schleusung umgehend auslösten. So sprang die Ampel leider auf rot und wir mussten 30 Minuten am Anleger auf Einfahrt warten. An der nächsten Schleuse hatten wir sie aber wieder eingeholt. Wir waren kaum mit ihnen in der Schleusenkammer, hatte man schon wieder die Schleusung ausgelöst, so daß es dieses mal ein noch nachfolgendes Boot traf. Da blieb einem nur ungläubiges Kopfschütteln bei soviel Egoismus. Weiter ging es auf der idyllischen Wasserstraße, die streckenweise durch die ins Wasser hängenden Bäume an den Amazonas erinnern könnte, wäre da nicht der kühle Wind, der uns heute mit nur 12 Grad ins Gesicht blässt. So waren wir auch froh, als wir gegen 14 Uhr die Lübzer Schleuse und den anschließenden Hafen erreichten. Die Einfahrt zum Hafen ist etwas versteckt und auch relativ eng, war aber gut zu meistern. Im Hafen selbst war noch ausreichend Platz für unsere Soraya. Da die Sonne mit ihren Strahlen noch wunderbar wärmte, schauten wir uns noch etwas in der Stadt um. Wir mussten allerdings feststellen, das hier leider wenig geboten wird. Aufgrund des Feiertages hatten auch die wenigen Cafés geschlossen. Den Abend werden wir im Restaurant „Alter Amtsturm“ bei einem Lübzer Bier und regionaler Küche ausklingen lassen.

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Von Lübz nach Parchim


Gegen 11:30 Uhr verliesen wir heute den schön gelegenen Yachthafen von Lübz, um auf der Müritz-Elde-Wasserstrasse weiter in Richtung Parchim zu fahren. Ab diesem Abschnitt wurde die Wasserstrasse teilweise sehr eng, so dass es spannend wurde, wenn einem ein anderes Boot entgegenkam. Was aber zum Glück die Ausnahme war. Auf der 27 km langen Strecke waren wir meistens alleine unterwegs, weit und breit niemand zu sehen. Das war auch ein Grund, weshalb wir die Natur so richtig genießen konnten und es einer der bisher schönsten Streckenabschnitte wurde. Dennoch blieb es natürlich nicht aus, dass uns im engen Kanal, doch noch ein eiliger unbedingt überholen musste. Durch seine Heckwellen wurden wir fast ans Ufer gedrückt. Hatte ihm auch nichts gebracht, da wir ihn an der nächsten Schleuse wieder einholt hatten. Auf der Strecke haben wir an einem Anleger, eine Stunde Mittagspause eingelegt und uns Minute Steaks mit Salat gegönnt. Gegen 17:00 erreichten wir den Wasserwanderrastplatz (ab jetzt nur noch WWRP) Fischerdamm in Parchim. Kein Boot zu sehen, der Anleger war komplett leer. Auch mal schön. Nach erfolgreichem Anlegemanöver, konnten wir noch die wärmenden Sonnenstrahlen geniesen, die auf unser Heck schienen, während wir nebenbei noch die herbeigeeilten Enten fütterten. Ein weiterer schöner Tag auf dem Wasser geht zu Ende.

 


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Von Plau am See nach Lübz


Die Nacht hatten wir in der Stadtmarina Von Plau verbracht. Nach einem guten Frühstück an Bord , stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Unser Weg führte entlang des Müritz Elde Kanals, der sich durch die Stadt schlängelt. Mitten im Ort liegt die 1916 erbaute Hubbrücke, deren Fahrbahn mit Zugseilen angehoben wird, wenn sie ein größeres Schiff durchfahren möchte. Etwas weiter Flussabwärts erreicht man nach wenigen hundert Metern, die Schleuse von Plau. Von der sogenannte Hühnerleiter -eine Fussgängerbrücke, die sich über die Schleusenkammer erstreckt – kann man die Schiffe bei der Schleusung beobachten. Nachdem wir noch die Stadtkirche besichtigt (lohnt sich) und den Kirchturm bestiegen hatten, ging es wieder zurück auf unser Boot. Wir wollten ja heute noch weiter bis nach Lübz. Gegen 13:00 Uhr waren wir dann auch startklar und wir reihten uns brav in die Warteschlange von Booten ein, die bereits auf die Öffnung der Hubbrücke warteten. Nach kurzer Zeit war es dann auch soweit und die Brücke wurde angehoben. Da wir nur drei Boote waren, passten wir auch alle in die danach folgende Schleuse. Nach der Schleuse führte der Kanal weiter durch idyllische Wiesenlandschaften und dichten Wäldern, deren Bäume bis uns Wasser ragten. Auf dem Weg nach Lübz hatten wir vier Schleusen, darunter die von Bobzin mit 7m Hub. Wir mussten glücklicherweise nie lange auf die Schleusung warten und nutzen die Zeit für Gespräche mit den anderen Bootsbesatzungen. Gegen 18 Uhr erreichten wir, kurz nach der letzten Schleuse, den Sportboothafen in Lübz. Die Einfahrt gestaltete sich aus unserer Richtung etwas schwierig, da wir auf dem engen Kanal um 300 Grad wenden mussten, um in die schmale Hafeneinfahrt zu gelangen. Da wir schon Nachsaison haben, war es nicht schwer einen Anlegeplatz zu bekommen. Am Abend war ein gemütliches Essen, in der Innenstadt von Lübz angesagt. (Empfehlung „Alter Amtsturm, Am Markt 23, siehe auch „Reviertipps“). Natürlich mit einem original Lübzer Pils.