My Boating Blog

Der Blog für Segel- und Motorboot Freunde


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Von Kuppentin nach Jabel


Es war eine ruhige Nacht am Wasserwanderplatz Kuppentin. Gegen 8 Uhr regte sich erstes Leben an Bord. Unsere beiden Nachbarlieger verliesen schon ihren Liegeplatz, als wir noch am Frühstücken waren. Dennoch schafften wir es heute etwas früher zu starten. Immerhin wollten wir heute auch 36 km der Wegstrecke schaffen und es lagen einige Schleusen vor uns. Leichter Nebel lag noch von der Nacht auf der Kanalstrecke, als wir Kuppentin in Richtung Plau verliesen. Eine wirklich schöne Kanalstrecke, auf der wir jeden Meter genießen konnten. Die Morgensonne tauchte nach jeder Windung den Kanal in neues Licht. Nach einer Stunde erreichten wir die Schleuse von Barkow. Auf den letzten hundert Metern heftete sich ein Sportbootfahrer bis auf wenige Meter hinter uns und meinte beim kurzen Gespräch an der Schleuse, dass unser Boot heftige Abgase hinter sich liese. Mir lag da im Moment schon was auf der Zunge, hatte es mir aber verkniffen es auszusprechen. Als er dann noch an unseren Fendern herumknotete, dachte ich aber, jetzt ist langsam wirklich genug. Aber da hatte er sich schon ein anderes Opfer ausgesucht. Ein armer Rentner, der die Selbstbedienungsschleuse versehentlich zu früh ausgelöst hatte, so das ein nachfolgendes Boot nicht mehr einfahren konnte, musste seine Belehrungen über sich ergehen lassen. Nach all dem haben wir ihm gerne die Vorfahrt für die Schleuse überlassen. Weiter ging es dann nach Plau, wo wir auf der Hinfahrt bereits übernachtet hatten. Nachdem wir auch hier die Schleuse und die Hubbrücke passiert hatten, führte unser Weg weiter auf den Plauer See. Eigentlich wollten wir heute Abend in der Kellersee Bucht vor Anker liegen, haben es uns aber aufgrund der angekündigten Gewitter anders überlegt. Daher ging es weiter über den Petersdorfer- und Malchower See nach Malchow. Bis zur Öffnung der Drehbrücke waren es noch 45 Minuten. So haben wir uns entschlossen im Stadthafen von Malchow anzulegen. Dessen Einfahrt befindet sich direkt vor der Drehbrücke und ist ein idealer Ausgangspunkt, um einen Ausflug in die Innenstadt zu unternehmen. So haben wir uns in der noch verbleibende Zeit, die Stadt Malchow angesehen. Um 17 Uhr öffnete sich dann pünktlich die Brücke. Wie erwartet wurde zuerst der Gegenverkehr durchgelassen. Das erste Boot entrichtete jedoch sein Brückengeld von 1,50€ nicht, was der Brückenwärter, mit Beschimpfungen und eindeutiger Gestik quittierte. Da wir uns diese Blöse nicht vor den zahllosen Zuschauern geben wollten, haben wir brav unseren Brückenzoll bezahlt. Weiter ging es über den Fleesensee. Im angrenzenden Kölpinsee zweigten wir in den jabelschen See ab. Die Durchfahrt zum See war sehr schmal, aber idyllisch und endete in einem schönen, naturbelassenen Gewässer. Der See teilt sich in einen kleineren und größeren Abschnitt, der ausreichend Wassertiefe bietet. Lediglich am Übergang ging die Wassertiefe kurz bis auf 30 cm unter Kiel zurück. Nach wenigen Minuten erreichten wir den Yachthafen Maribell, wo wir die heutige Nacht verbringen werden. Im angrenzenden Restaurant „Toplicht“ gab es ein leckeres Abendessen. Als wir gegen 21 Uhr zum Boot zurückkehrten, kündigte ein Gewitter die sich nähernde Kaltfront an. Für morgen freuen wir uns schon auf einen schönen, aber gleichzeitig auch letzten Tag auf dem Wasser.


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Von Eldenburg nach Plau am See


Nach einer Nacht, in der wir alle nach den Strapazen der Anreise wie ein Stein geschlafen hatte, klingelte jedoch um acht der Mobilfunkwecker. Nach einer Dusche (1€ für 3 Minuten), trafen wir uns zum Frühstücken im Restaurant der Marina, da in unserem Kühlschrank ja noch eine gähnende Leere herrschte. Das Frühstück war gut und ausreichend. (am Tag vorher bestellen). Gut gestärkt, ging es dann erst mal nach Waren, um die dringenden Einkäufe zu erledigen. Die Auswahl an Supermärkten in Waren ist vielfältig, so das für jeden Geschmack etwas zu finden ist. Mit Proviant für eine elfköpfige Fussballmannschaft, kamen wir wieder in unserer Marina an. Nachdem die Lebensmittel verstaut waren, gab es noch eine Sicherheitseinweisung durch den Skipper. Nachdem nun endlich alle organisatorischen Dinge erledigt waren, hies es dann endlich gegen 14 Uhr, „Leinen los“ für die Crew der „Jasmin“.
Pünktlich setzte beim Auslaufen auch leichter Regen ein, der uns noch den ganzen Tag über begleiten sollte. Unsere Fahrt ging über den Kölpinsee, Fleesensee nach Malchow. Dort kamen wir noch rechtzeitig um 15:30 Uhr an der Drehbrücke an, die aufgrund der Nebensaison, nur noch bis 16 Uhr geöffnet wird. Pünktlich um 16:00 Uhr werden die Schranken für den Verkehr geschlossen und die Brücke drehe sich langsam beiseite. Etliche Schaulustige haben sich schon an der Brücke versammelt, um die durchfahrenden Schiffe zu beobachten. Wir waren die Einzigsten, die auf eine Durchfahrt warteten. In der Hauptsaison muss es hier wohl etwas gedrängter zugehen. Bei der Rückfahrt möchten wir hier halt machen, um uns das Kloster und die Stadt, bei etwas schönerem Wetter anzusehen. Nach verschiedenen kleineren Seen und Kanälen, erreichen wir den Plauer See bei Lenz. Die Brücke bei Lenz durchfahren wir noch mit 4,10 m Wasserstand bei 3,90 m Bootshöhe. Wäre der Wasserstand noch etwas höher gewesen, hätten wir unser Verdeck umklappen müssen. Auf dem See haben wir dann bei Nieselregen und eingeschränkter Sicht etwas Mühe, die Tonnen auszumachen, da diese wohl teilweise verlegt wurden und nicht immer mit der Karte übereinstimmten. Gegen 17:30 erreichten wir dennoch sicher den Hafen von Plau am See. Der Wind und der Regen haben zugenommen und wir hoffen, dass alle Wetterprognosen zutreffen und wir ab Morgen schöneres Wetter für den Rest der Woche bekommen. Dann wird es weiter gehen, durch die Seilhubbrücke von Plau auf die Müritz-Elde-Wasser in Richtung Lübz.


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Ankunft Marina Eldenburg bei Waren


Nach einer fast 8-stündigen Fahrt von Karlsruhe nach Waren an der Müritz, trafen wir (Sonntag) gegen 17:30 Uhr, an der Marina in Eldenburg ein. Wir hatten Glück, das wir den Hafenmeister noch antrafen, waren wir doch wohl um einiges später eingetroffen als erwartet. So konnten wir unser Zuhause für die nächste Woche, die Yacht „Jasmin“, sogleich in Empfang nehmen. Nach einer Einweisung durch den freundlichen Hafenmeister, konnten wir unser Gepäck verstauen und mit unserem mitgebrachten Abendessen, es gab lecker Sauerkraut mit Gulasch und Semmelknödel, die nun mittlerweile recht hungrigen Mägen beruhigen. Nachdem Abendessen schauten wir uns noch etwas in der Marina um. Die Marine Eldenburg ist eine recht neue Marina, mit einem Restaurant, angrenzenden Ferienhäusern und sehr sauberen sanitären Anlagen. Etwas erstaunt waren wir, als wir erfuhren, dass wohl einige Supermärkte in Waren am Sonntag bis Abends geöffnet haben. Naja, leider zu spät. So müssen wir unseren Einkauf doch wie ursprünglich geplant gleich am Montag Morgen nachholen. Nach unserem Spaziergang dauerte es nicht lange, bis sich bei allen eine gewisse Bettschwere einstellte. Voller Freude auf unseren bevorstehenden Urlaub auf dem Wasser, ging für uns ein langer Tag zu Ende.


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Mecklenburger Seenplatte 2010


Logbuch Mecklenburger Seenplatte vom 19.09.2010 bis 26.09.2010

Mit einer Motoryacht von Yachtcharter Schulz, werden wir vom Heimathafen Marina Eldenburg bei Waren (Müritz) zu einem 8-tägigen Bootstrip unterwegs sein. Geplant ist eine Route über den Kölpinsee, Fleesensee, Plauer See und durch die Müritz-Elde-Wasserstraße bis zum Elde-Dreieck. Danach geht es wieder zurück zum Ausgangshafen Eldenburg.



Von unserem Törnverlauf werden wir hier regelmässig berichten. Kleinere Updates gibt es über meinen Twitter Ticker (in der rechten Sidebar).