My Boating Blog

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Montserrat und zurück nach Guadeloupe

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Am Dienstag hatten wir Antigua in Richtung Montserrat verlassen, wo wir Abends im Norden der Insel, in der Bucht „Little Bay“ geankert hatten. Außer uns lagen nur noch zwei weitere Segler in der Bucht und als wir beim Zoll einklarierten, hatten wir den Eindruck als freue man sich auf jeden Besucher, der auf die Insel kommt. So wurde durch den katastrophalen Vulkanausbruch und die damit einhergehende Evakuierung der Insel, die Infrastruktur doch weitgehend geschwächt.
Durch die Zerstörung der Hauptstadt Plymouth, waren auch einige Hotels, Schulen und der Flughafen betroffen. Das wird nun langsam alles wieder im Norden der Insel neu aufgebaut. Das merkten wir auch bei unserem Landgang, daß auch die Auswahl an Nahrungsmitteln in den Einkaufsläden sehr beschränkt und teilweise recht teuer war. So kostete z.B. eine Packung Müssli umgerechnet ca. 5€.

Heute morgen ging es dann weiter entlang der Westküste von Montserrat im Richtung Süden. Hier konnten wir einen Blick auf Plymouth werfen und sahen vom Meer aus auch einge Häuser, die in dem gewaltigen Lavastrom versanken, der sich vom Mount Souviere bis hin zum Meer in einer breiten Schneise erstreckt. Vom Gipfel des Vulkans wehten noch dicke Rauchschwaden aufs Meer hinaus und der Schwefelgeruch war auf dem Boot gut wahrzunehmen, obwohl wir bestimmt 4 Seemeilen vom Ufer entfernt waren. Ein Zeichen, daß der Mount Soufiere noch immer nicht zur Ruhe gekommen ist.

Am südlichen Ende von Montserrat nahmen dann Wind und Wellen merklich zu. Dies steigerte sich je mehr wir uns Guadeloupe näherten und wir Wind mit über 30 Knoten hatten, sowie Wellen die bis zu drei Meter erreichten. Das fand dann der größte Teil der Crew nicht mehr so spaßig und jeder suchte sich so sein Plätzchen wo er den Ritt über die Wellen am Besten ertragen konnte. Zum Glück erreichte aber niemand das letzte Stadium der Seekrankheit.

Ziemlich abgekämpft von den heutigen Strapazen erreichten wir am späten Nachmittag die Bucht von Deshaies an der Westküste Guadeloupes, in der wir bereits vor ein paar Tagen gelegen hatten und von der wir auch wussten, daß wir hier gut an Proviant kommen.

Die Bucht ist durch die hohen Berge sehr anfällig für Fallböhen und Regenschauer. So erwartete uns auch dieses mal beides, als wir unseren Ankerplatz in Anspruch nahmen. So wurden wir richtig nass um danach vom Starkwind sogleich wieder trocken geföhnt zu werden.
Zum Glück scheint unser Anker gut zu halten. Das muß er auch, denn wir erwarten eine unruhige Nacht mit starken Windböen und niemand hat Lust darauf, mitten in der Nacht zwischen den vielen anderen Yachten, den Anker neu verholen zu müssen.

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Autor: MyBoating

Vor Jahren habe ich meine Leidenschaft für´s Segeln und Sportbootfahren entdeckt und versuche daher regelmässig jedes Jahr diesem Hobby nachzukommen. Mein Blog soll ein Logbuch für meine Törn´s sein. Ihr seid herzlich eingeladen Eure Kommentare und Anmerkungen hier zu posten.

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